Dramadreieck

Wie reagiert man auf der Sachebene, ohne emotional zu werden? Beginnt ein solches Wortgefecht zwischen zwei Personen, mischt sich eine dritte schnell mit ein. So eine Situation passiert oft während einer Teambesprechung und wird Dramadreieck genannt.

Typische Szene auf einer Teambesprechung. Teammitglied A wird für irgendein Verhalten von B kritisiert. B benutzt dabei möglicherweise Verallgemeinerungen wie „immer oder nie machst Du…“. A reagiert nicht auf der Sachebene, sondern fühlt sich angegriffen und antwortet emotional. Es beginnt ein Wortgefecht zwischen Opfer (A) und Verfolger (B), in das sich nach kurzer Zeit meist eine 3. Person C einmischt, die als Retter für A auftritt und beginnt A zu verteidigen. Damit ist das Drama-Dreieck perfekt. Es entwickelt sich eine emotionale Diskussion mit Verallgemeinerungen, pauschalen Be- und Entwertungen und persönlichen Angriffen. Dahinter sind oft unausgesprochene Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Teammitglieder wie der Wunsch nach Anerkennung, Macht oder nach dem Gefühl, gebraucht zu werden. In vielen Teams ist diese Form der Auseinandersetzung sehr stark ritualisiert und die einzelnen Mitglieder nehmen immer wieder dieselbe („ihre“) Rolle ein.

Das kostet Zeit, Kraft und Nerven und bringt auf der Sachebene nie ein brauchbares Ergebnis.Helfen kann eine außen stehende Person, die die Kommunikation unterbricht und zur Betrachtung auf einer Metaebene einlädt. Damit wird es möglich zu klären, welche unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse da gegeneinander kämpfen und was es braucht, um gemeinsam auf die Sachebene zurückkehren zu können. Und wenn erst einmal alle Beteiligten verstanden haben, was da immer wieder zwischen ihnen geschieht, dann reicht meist schon der Satz: „Kommt, lasst uns aus dem Dramadreieck wieder aussteigen.“